Forderung eines "Runden Tisches" zur Schulmilch


Die Staatssekretärin des Ministeriums für Ernährung und Ländlicher Raum, Frau Friedlinde Gurr-Hirsch, MdL hat sich bei einem Vor Ort-Besuch in Ochsenhausen ein Bild über die derzeitige Situation der Landwirtschaft im Landkreis Biberach gemacht. Der Einladung des CDU-Kreisvorsitzenden und Bundestagskandidaten Josef Rief sind Bürgermeister Denzel, der Vorsitzende des Bauernverbandes Biberach-Sigmaringen, Gerhard Glaser, der Vorstandsvorsitzende der Milchwerke Schwaben eG, Karl Baisch und interessierte Landwirte gefolgt. Beim Besichtigungsgang durch den Betrieb des Braunviehzüchters und Milchbauern Karl Rehm wurde die aktuelle Lage erläutert und anschließend eingehend mit der Staatssekretärin diskutiert. "Den Milchbauern verlangt der Preisverfall in diesem Jahr hohe Anstrengung und Kosten ab. Da auch zeitgleich der Getreidepreis im Keller ist, haben viele Betriebe eine Doppelbelastung durch fehlende Einnahmen zu verzeichnen" so der Landwirt Josef Göppel. Eine Idee wurde beim gemeinsamen Gedankenaustausch und einem frischen Glas Milch am Tisch geboren: Ein "Runder Tisch" zum Thema Schulmilch müssen endlich kommen, forderte Josef Rief, was von allen Anwesenden unterstützt wurde. "Das Landwirtschaftsministerium plane im Oktober eine Woche der Milch und dort kann es zu einem ersten Treffen kommen", so Gurr-Hirsch zu Karl Baisch und Gerhard Glaser. Dabei soll aber auch ein weiteres Problem des ländlichen Raumes angesprochen werden: DSL-das schnelle Internet.

CDU-Bundestagskandidat Josef Rief betonte, dass es in einigen Gemeinden des Landkreises Biberach immer noch kein schnelles Internet gibt. In Berlin spricht man schon von 50 MB, während hier immer noch zum Teil mit 364kbs gesurft werden muss. Ein klarer Standortnachteil, den ein zukunftsorientierter Landkreis so nicht weiter hinnehmen kann. Deshalb fordert Josef Rief Unterstützung des Ministeriums bei der politischen Durchsetzung dieser Angelegenheit. Gurr-Hirsch verwies auf die Konkurrenzsituation auf dem baden-württembergischen Markt. Die Telekom mit den Netzagenturen und KabelBW sind derzeit nicht zu Investitionen bereit, welche nach Erhebung in Baden-Württemberg eine Summe von 1 Mrd. Euro ausmachen würde. Es gibt bereits schon einige Pilotprojekte wie z.B. in Sasbachwalden, wo das Kabel im Abwasserkanal geführt wird oder auch schon kombinierte Lösungen mit Funk und Glasfaserkabel. Gurr-Hirsch bat um Verständnis, da es hier nicht an der Administration hängt, sondern an den Anbietern. In der angeregt geführten Diskussion kamen auch die Themen Direktzahlungen an Bauern, Agrardieselbesteuerung und der "Analogkäse" sowie die Schulmilch auf den Tisch. Die Landespolitikerin steht klar hinter zwei Forderungen der Anwesenden. Der Analogkäse muss genau deklariert und die Schulmilch wieder an den Schulen eingeführt werden. "Milch ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie Vitamine, Eiweiß und Spurenelemente. Die Milch leiste damit einen unverzichtbaren Anteil an der ausgewogenen Ernährung und dies gilt es dem Verbraucher klar zu machen. Der jährliche Rückgang um 5% am Verbrauch der Milchprodukte macht auch mir Sorgen". Der Fitmacher Milch soll u.a. durch Schülerfirmen oder aufgestellten Milchautomaten wieder Salonfähig gemacht werden. Milch sei ein natürliches Dopingmittel das gefördert werden müsse, so die Staatssekretärin.