Landwirte leiden unter falscher "Schweinegrippe"
Josef Rief fordert korrekte Bezeichnung für neues Virus


Kreis Biberach. "Der Begriff "Schweingrippe" ist mehr als irreführend", ärgerte sich Josef Rief, Kreisvorsitzender und Bundestagskandidat der CDU für den Wahlkreis Biberach/Wangen. Als Landwirt und Züchter beklagt Rief massive negative Folgen für sich und seine Kollegen. Dazu Rief: "Die Schweinepreise bescherten den Züchtern ohnehin schon keinen Reichtum. Seit der Ausdruck "Schweinegrippe" durch die Medien geistert, gehen die Preise aber erneut richtig in den Keller." Das bringe viele Landwirte an den Rand des Ruins.

Die Menschen seien verunsichert und kauften kein Schweinefleisch mehr, so Rief. Dabei gebe es nicht den geringsten Anlass zur Sorge beim Verzehr von Produkten, die vom Schwein stammen.

In diesem Zusammenhang appelliert Rief eindringlich an die Medien, ab sofort nur den von der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) vorgeschlagenen Begriff für den A/H1N1 Virus zu verwenden.

"Der produktneutrale Ausdruck "Nord-Amerika-Grippe" orientiert sich an der geografischen Herkunft des Erregers", erläutert Rief und mahnt, die schwierige Situation der Landwirte nicht durch falsche Namensgebung weiter zu verschärfen.