Rief: Bauern brauchen Unterstützung, nicht nur vor Wahlen
CDU-Kandidat: Gerster ist völlig ahnungslos und sollte schweigen
Biberach. "Deutlicher kann man Ahnungslosigkeit nicht mehr kundtun, und deutlicher kann man nicht mehr den Beweis erbringen, dass man von Landwirtschaft und Lebensmitteln wirklich überhaupt keine Kenntnisse hat", das erklärte der CDU-Bundestagskandidat Josef Rief, der selbst Landwirt ist, zu Äußerungen des SPD-Bundestagskandidaten Gerster. "Ich brauche ganz sicher keine Lehrstunde darin, wie Bauern am besten geholfen werden kann und wie Landwirtschaft ökonomisch sinnvoll betrieben werden muss", sagt Rief.
Zu den Protesten von Landwirten, die u. a. Milch vernichten, sagte Rief sehr deutlich: "Bei allem Verständnis für die Nöte und die teilweise unbeschreiblich schlechte finanzielle Lage von Bauern, führt das derzeit zu überhaupt nichts. Wir kommen damit in der Sache keinen Millimeter voran. Wir können nicht wollen, dass unser so wichtiges und gesundes Lebensmittel Milch vom Handel und von Verbrauchern endlich in seinem ganzen Wert erkannt wird und die gleiche Milch auf die Felder kippen. Wenn wir als Bauern wieder angemessene Erzeugerpreise erzielen wollen, dann müssen wir mit anderen Methoden des Protestes arbeiten. Die ganz überwiegende Mehrheit der Bauern ist, wenn auch mit der Faust in der Tasche, vernünftig und distanziert sich ganz deutlich von allen, die zu solchen Formen des Protestes aufrufen. Herr Gerster hat vier Jahre im Bundestag für die Bauern nicht einmal den kleinen Finger gerührt und sollte deshalb auch jetzt einfach nur schweigen." Seine Partei hat unter seiner Mitwirkung verhindert, dass es eine Lösung im Agrardiesel-Streit zu Gunsten der Bauern gab. "Die langfristige Verbesserung bei Agrardiesel hat die SPD verhindert", so Rief.

