13.09.2009 Bundesministerin Schavan begeistert Zuhörer


Am Sonntag, den 13.09.09 hat die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Dr. Annette Schavan, MdB auf Einladung der Kreis-CDU und des Bundestagskandidaten Josef Rief im Kulturhaus den örtlichen Bundestagswahlkampf eröffnet. Die CDU-Politikerin zog unter Marschmusik der Stadtkapelle Laupheim in den Saal ein. Der Begrüßung durch den Stadtverbandsvorsitzenden Wilhelm Glocker folgten die Grußworte des CDU- Bundestagskandidaten Josef Rief an die Versammlung. Er signalisierte den Zuhörern, wie wichtig und entscheidend die Wahl am 27.September ist: "Mitte oder nach links vom Weg abkommen!" Er zählte in seinem Ausblick zur Bildung einige Themen auf: Ergebnis der neuesten OECD-Studie, Hochschulpakt und Ansehen der deutschen Hochschullandschaft im internationalen Vergleich. "Wir müssen die BRD wieder zur Bildungsrepublik machen. Unser wichtigster Rohstoff ist das Hirn! Bildung ist nicht Frage des Geldes, sondern eine Frage der Werte. Die Kinder sind unser Zukunftskapital des Landes, jeder sollte seine Chancen bekommen und auch nutzen" so Rief. Nach einem weiteren präzis vorgetragenen Musikstück der Stadtkapelle, ging die Bundesministerin ans Rednerpult. Sie begrüßte die Zuhörer bei dem schönen Wetter und eröffnete die heiße Phase des Wahlkampfes. Es sei wichtig, dass dieser schöne Landkreis wieder gut vertreten ist. Franz Romer war ihr langjähriger Sitznachbar in der Fraktion und " ein echtes Vorbild für uns Junge. Durch seine Sicht den Menschen in den Vordergrund zu stellen, sie ernst zu nehmen und die wahren Leistungsträger dieser Republik uns zu verdeutlichen, hat Franz Romer hohes Ansehen und Wertschätzung in der Fraktion erfahren. Deine Glaubwürdigkeit, deine Verlässlichkeit und dein Dasein für die sozial Schwachen als Begleiter oder Vermittler sind Vorbild für unser politisches Tun. Dafür ein herzliches Dankeschön, lieber Franz!" so die Bundesministerin.

In ihrer Rede ging die Bildungspolitikerin auf ihr Ressort eingehend ein. "Jeder Mensch hat ein Talent, dieses entfalten zu können und dabei ernst genommen zu werden, muss in unserer Gesellschaft deutlich gemacht werden!" Das christliche Menschenbild ist das Grundgerüst der konservativen Politik. Die studierte Theologin nannte zwei Stellen aus der Bibel, die für ihr politisches Verständnis von Bedeutung sind: Freiheit für den Menschen, ein weites und hörendes Herz. Eingebettet in die Grundlehren der Katholischen Soziallehre waren es die Parteigründerinnen und -gründer, die für "Fortschritt mit Verantwortung" die konservative Seite prägten. Selbst der baden-württembergische Ministerpräsident a.D. Erwin Teufel hat gesagt: "Politik beginnt mit der Betrachtung der Wirklichkeit!" Dabei darf die Tradition und die Moderne nicht gegeneinander ausgespielt werden. Die Vielfalt und die Kraft ist es, was den Landkreis Biberach zu einem der innovativsten Kreise in der Bundesrepublik machen. Als Beispiel gelte die Biotechnologie mit der Fachhochschule Biberach. "Wenn man die jungen Leute in Ausbildung und Studium vor Ort bringen kann, ist das ein riesen Gewinn" so Schavan. Das dreigliedrige Schulsystem lasse jedem die Chance offen, mit einem Abschluss zum nächsten zu kommen. Gerade das starke berufliche Schulwesen ist in BW hervorragend und sorgt für die Kraft in der Region. Die Kommunalpolitik entscheidet vor Ort für das Wohl der Menschen, deshalb gilt es Tradition und Moderne zu vereinen. "Sich nicht über die Tradition lustig machen und sich nicht der Moderne verschließen sind die Voraussetzungen für den Erfolg" so die Ministerin. Als ehemalige Kultusministerin lässt sie sich die Hauptschule nicht kaputt reden. Dort fände Integration statt und die Ausbildungsfähigkeit habe ein hohes Maß erreicht. Die geforderte Einheitsschule der SPD lehnt sie ab. "Bildung beginnt dort, wo Autorität bei Eltern, Lehrern und Erzieherinnen vorhanden ist. Mit Geld allein ist dies nicht zu schaffen!" Aber zu viel Lob wollte die Politikerin dann doch nicht verteilen: "Der Anteil der Flaschen ist in allen Berufsgruppen gleich!" und brachte die Zuhörer zum Lachen.

Das Lebenslange Lernen wird die zukünftigen Generationen mehr als beschäftigen, da die Lebenserwartung der heute 7-Jährigen laut Versicherungsmathematiker bereits 100 Jahre beträgt. Die Rolle der Großeltern als Vorbild für die Weitergabe der Werte oder als "Sponsor" des Studiums waren noch weitere wichtige Punkte der Bildungspolitikerin. Der Satz "Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht!" funktioniert nicht. Der Mensch trage Verantwortung für sein Tun, aber auch für das, was man nicht tut. Mit einem Zitat von Papst Paul VI "Wer Frieden will muss Entwicklung ermöglichen…." wieß Schavan bei dem Thema Forschung hin, dass man den Wissenschaftlern die Möglichkeit und Gelegenheit geben muss, Antworten zu finden und Ergebnisse zu erzielen. Ängste zu schüren ist unverantwortlich und "Angst kein Berater". Die Frage für den 27.September ist: Wer führt unser Land aus der Krise? Wer hat die Kraft? Das kann nur die CDU, die für diese Region die prägende politische Kraft ist. Für ihre engagierte Rede erhielt die Ministerin langanhaltenden Beifall. Wilhelm Glocker beendete nach einer Diskussionsrunde die gelungene Veranstaltung mit dem Dank an die Bundesministerin und überreichte einem Geschenk. Unter der Marschmusik der Stadtkapelle verließ Schavan den Saal und eilte zur nächsten Wahlveranstaltung nach Ehingen.