15.04.2011 Millenniumsziele und Agrarpolitik - Vortrag in Biberach
"Millenniumsziele und Agrarpolitik" lautete das Thema, über das Josef Rief am Freitag, 15 . April, 20 Uhr im Gemeindezentrum St. Martin in Biberach vor dem Arbeitskreis Entwicklungspolitik Biberach (AKE Biberach/Riss e.V.) referierte. Dabei rückte er vor allem die Frage ins Zentrum, ob höhere Nahrungsmittelpreise den Entwicklungsländern schaden oder nützen. Höhere Nahrungsmittelpreise verteuerten zwar die Lebenshaltungskosten der Bevölkerung in den Städten, brächten aber den Erzeugern auf dem Land, wo Armut und Hunger am größten sind, höhere Einkommen. Mit der Millenniumserklärung im Jahr 2000 hatten sich die Mitglieder der Vereinten Nationen, also auch Deutschland, verpflichtet, fest umrissene globale Entwicklungsziele bis 2015 möglichst zu verwirklichen, wie z.B. die Halbierung von extremer Armut, Grundschulbesuch für alle Kinder oder eine deutliche Senkung der Müttersterblichkeit. Josef Rief machte deutlich, dass es Ziel sein müsse, die Landwirtschaft in den Entwicklungsländern zu stärken durch gezielte Ausbildung und durch genaue Analyse der Böden, um die am besten geeignete Anbauart und das am besten geeignete Saatgut auszuwählen. Direkte Geldspenden an die Entwicklungsländer brächten nur eine momentane kurze Abhilfe ohne Nachhaltigkeit und seien nach kurzer Zeit verpufft, wie der Abgeordnete und Mitglied des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und Mitglied des Arbeitskreises Afrika ausführte.
Im Bild: Josef Rief mit dem Vorsitzenden des AKE Biberach, Dr. Alfons Siegel.

