20.08.2010 Josef Rief: Region darf nicht abgehängt werden - Allgäuflughafen muss weiter attraktiv bleiben
Nachdem Air Berlin angekündigt hat, mit der täglichen Verbindung nach Berlin innerhalb Jahresfrist die Dritte innerdeutsche Verbindung vom Allgäuflughafen Memmingen abzuziehen, wendet sich Rief an Ministerpräsident Mappus und die Geschäftsführung des Flughafens Stuttgart.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Josef Rief zeigt sich enttäuscht über die Nachricht, dass Air Berlin mit dem Winterflugplan die tägliche Verbindung nach Berlin einstellen will. Rief, der die Verbindung auch oft aus beruflichen Gründen nutzt, ist davon überzeugt, dass die Region stark vom Flughafen profitiert und die Einstellung nicht leicht zu verkraften sein wird. Er hatte sich bereits an Air Berlin - Geschäftsführer Joachim Hunold gewandt, als im Frühjahr schon die Verbindungen nach Köln und Hamburg eingestellt wurden. "Für die Wirtschaft unserer Region sind gerade die innerdeutschen Verbindungen von großer Bedeutung. Hier wurden Flugverbindungen ohne Not, trotz guter Auslastung eingestellt. Das ist ein herber Schlag für die Menschen und die Geschäftsleute in der ganzen Umgebung und wird uns wirtschaftlich schaden." sagte der Abgeordnete. Zudem gäbe es begründete Befürchtungen, dass umliegende große Flughäfen, darunter auch Stuttgart die Flugverbindungen von Memmingen abwerben wollten. Rief erklärte, dass sowohl die Privatreisenden als auch die lokale Wirtschaft hinter dem Flughafen stünden und dass er auch von diesen Kunden getragen sei. Es sei nicht angemessen, dass sich ein großer Flughafen, der vom Land Baden-Württemberg und der Stadt Stuttgart betrieben wird, mit solchen Mitteln gegen eine von der Wirtschaft in Bayern und Württemberg getragenen Regionalflughafen durchsetzt.
Josef Rief teilte mit, dass er sich an Ministerpräsident Mappus und den Geschäftsführer des Stuttgarter Flughafens Fundel gewandt hat, um die Situation zu erörtern. Das Land könne nur erfolgreich sein, wenn die Regionen stark blieben. Dazu zähle für ihn auch ein Flughafen Memmingen. Die schwäbischen Bundestagsabgeordneten der CSU Stephan Stracke und Dr. Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, werden sich ebenfalls für Memmingen stark machen. Memmingen dürfe nicht das gleiche Schicksal erleiden wie vor Jahren den Augsburger Flughafen. Dafür werde man gemeinsam kämpfen, bekräftigte Josef Rief.